Böden klimafit machen

Wie können wir Äcker, Grünland, Böden klimafit machen? Diese Frage wird immer wieder gestellt, eine eindeutige Antwort darauf ist schwer zu finden. Denn: Ohne Wasser (von oben) ist alles umsonst.

Dennoch zeigen landwirtschaftliche Flächen bei jedem nennenswerten Niederschlagsereignis ihre Not auf: Sofort bilden sich kleine oder große Lachen. Wegen 20 oder 30 Liter Regen in einigen Stunden? Der Boden müsste das doch gierig aufsaugen, bei dem vorhandenen langfristigen Niederschlagsdefizit seit Monaten.

lw. Boden infiltriert immer weniger Niederschlagswasser © Markus Danner, BIO AUSTRIA

Er tut es aber nicht. Viel vom segensreichen Nass läuft in Gräben, hangabwärts oder sammelt sich in Senken.
Einige Tage trockenen Wetters, und die Erde scheint sich schon wieder nach Regen zu dürsten. Wie ist das möglich?

Böden brauchen Struktur!

Ein krümeliger, humoser Boden könnte theoretisch sogar 150 Liter Regen aufnehmen, wenn er die entsprechende Stabilität hat.

Diese Stabilität wird durch Lebendverbauung erreicht. Lebendverbauung ist die Strukturbildung von porösem Bodengefüge durch Mikroorganismen und Bodentiere. Da ist vor allem der Regenwurm zu nennen.

Das Gegenteil passiert bei unvorsichtiger Bewirtschaftung. Hohe Düngergaben (v.a. Gülle, Jauche, wasserlösliche Handelsdünger) überschwemmen Boden einseitig mit Nährionen, die die genannte Lebendverbauung schädigen, auf Dauer zerstören. Wiederholte Überfahrten mit schweren Maschinen (besonders bei zu feuchten Verhältnissen), zerstören das Porenvolumen, der Boden wird dichter, kann weniger Wasser aufnehmen und trocknet schnell wieder aus. Das Aufsteigen von Kapillarwasser aus dem Untergrund wird ebenso erschwert, wie die Bildung von Grundwasser in die andere Richtung.
Eine Kettenreaktion ungünstiger Eigenschaften und Wechselwirkungen.

So unterschiedlich ist Boden: können im linken Beispiel Unmengen Wasser infiltrieren, ist der Maisacker rechts dicht!

Wenn die langen trockenen Witterungsphasen in den kommenden Jahren anhalten, und davon ist auszugehen, wird es spannend, wie wir es schaffen, die Speicherkraft der Böden wieder zu erhöhen. Denn davon wird es abhängen, mit welchen Kulturen zukünftig welche Ernten erzielt werden können.

Markus Danner

BIO wächst – auch auf der BIOFACH

BIO AUSTRIA: Pro Tag 115 Fußballfelder zusätzliche Bio-Fläche in Österreich

Utl.: Deutliches Wachstum der Bio-Flächen in ganz Europa – Verband begrüßt Weichenstellungen zur Stärkung der heimischen biologischen Landwirtschaft im Regierungsprogramm

„Die Entwicklung der biologischen Landwirtschaft in Österreich ist weiterhin aufstrebend. Das zeigt ein Blick auf die aktuellen Zahlen des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ländliche Regionen und Tourismus (BMLRT). Derzeit wirtschaften 24.235 Höfe nach den Kriterien der Bio-Landwirtschaft, das sind 22,2 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe. Die Biobäuerinnen und Biobauern Österreichs bewirtschaften insgesamt 668.725 Hektar Land. Das macht einen Anteil von derzeit 26 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche aus. In der Fläche gab es einen Zuwachs von etwa 31.000 Hektar, was einer Steigerung um ca. 5 Prozent entspricht. Die biologisch bewirtschaftete Fläche ist damit von 2018 auf 2019 um etwa 115 Fußballfelder pro Tag gewachsen“, sagte BIO AUSTRIA-Obfrau Gertraud Grabmann am Freitag anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Michael Blass von der AMA Marketing und Helga Willer vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) Schweiz auf der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, der BIOFACH in Nürnberg.

Bundesländer-Anteile: Größte Zuwächse in Niederösterreich und Burgenland

Nach Bundesländern hat flächenmäßig weiterhin Salzburg die Nase vorne. Hier wird mit einem Anteil von 58 Prozent bereits der größere Teil der Fläche biologisch bewirtschaftet. Das Burgenland kommt auf 36,4 Prozent und verzeichnet damit einen Zuwachs von etwa acht Prozent. Wien hat aktuell eine Biofläche von 33,5 Prozent, hier ist von 2018 auf 2019 ein Plus von 4 Prozent zu verzeichnen. Niederösterreich kommt mit einem Zuwachs von 13 Prozent auf nunmehr 24,4 Prozent biologisch bewirtschaftete Fläche. 

2019 sind insgesamt 758 Bio-Betriebe neu hinzugekommen. Den höchsten Anteil an Bio-Betrieben gibt es mit 48 Prozent ebenfalls in Salzburg, gefolgt von Wien mit 27,3 Prozent und dem Burgenland mit 25,7 Prozent. Bei den Betrieben gab es von 2018 auf 2019 die höchsten Zuwächse in Niederösterreich mit acht Prozent und im Burgenland mit rund sechs Prozent.

Deutliches Wachstum in ganz Europa

Mit dem weiteren Wachstum liegt Österreich im Trend der Bio-Entwicklung in ganz Europa bzw. der EU, wie die neuesten Zahlen des FIBL für das Jahr 2018 belegen. Sowohl die biologisch bewirtschafteten Flächen als auch die Umsätze mit Bio-Lebensmitteln sind demnach in Europa im Jahr 2018 um knapp acht Prozent gewachsen. 

Deutlich ersichtlich ist dabei, dass einige EU-Länder ihre Bio-Anteile sehr ambitioniert ausweiten, etwa Schweden und Estland, was sich auch auf den heimischen Bio-Markt auswirken wird.

Weichenstellungen im Regierungsprogramm zur Stärkung der Bio-Landwirtschaft

„Aus Sicht des Bio-Verbandes ist daher jedenfalls positiv hervorzuheben, dass es im Regierungsprogramm der Österreichischen Bundesregierung eine klare politische Zielsetzung gibt, die biologische Landwirtschaft in Österreich weiter zu stärken“, betonte Grabmann. Dafür ist ein Maßnahmenbündel festgeschrieben, das etwa die ambitionierte Weiterentwicklung des nationalen Bio-Aktionsplans und eine Forschungsoffensive im Bereich Bio-Landwirtschaft enthält. 

Darüber hinaus ist im Regierungsprogramm eine deutliche Steigerung des Bio-Anteils in der öffentlichen Verpflegung ausgewiesen. Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen in Bundeszuständigkeit sollen demnach einen Bio-Anteil von 30 Prozent bis 2025 und 55 Prozent bis 2030 erreichen. „Wir begrüßen diese politischen Weichenstellungen ausdrücklich und bieten der Bundesregierung dafür unsere umfassende Unterstützung an“, so die BIO AUSTRIA-Obfrau abschließend.

Hintergrund: 

Die BIOFACH ist die Weltleitmesse der Bio-Branche, die alljährlich in Nürnberg abgehalten wird. Auch Österreich ist hier traditionell stark vertreten. So sind AMA Marketing, die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und BIO AUSTRIA vor Ort und rücken in diesem Jahr gemeinsam mit 62 österreichischen Bio-Unternehmen in der Gruppenausstellung Bio-Lebensmittel aus Österreich in das Rampenlicht. Insgesamt sind in diesem Jahr 138 Aussteller aus Österreich auf der Messe vertreten. 

Die BIOFACH steht heuer unter dem Motto „Organic delivers!“, zu Deutsch: „Bio wirkt!“. 

Die Initiatoren wollen damit die vielfältigen positiven Wirkungen der biologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft auf die Umwelt, das Klima, die Biodiversität und viele andere gesellschaftliche Bereiche aufzeigen, etwa auch auf die Wertschöpfung von Bäuerinnen und Bauern oder regionale Wirtschaftskreisläufe.

Über BIO AUSTRIA:

BIO AUSTRIA ist das Netzwerk der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern. Als größter Bio-Verband in Europa repräsentiert BIO AUSTRIA die österreichische Bio-Landwirtschaft und vertritt die Interessen der Biobäuerinnen und Biobauern – mit 13.500 Mitgliedern und mehr als 400 Partnerunternehmen in der Wirtschaft. Nähere Informationen unter www.bio-austria.at

Rückfragen        
Markus Leithner, 

Pressesprecher BIO AUSTRIA
+43 676 842 214 214

markus.leithner@bio-austria.at      

Wer A sagt, sollte auch B …

Wer Tierschutz fordert, sollte auch kein Tierleid kaufen. Wer Nachhaltigkeit fordert, sollte saisonal und regional und BIO essen. Qualität? lässt sich sicher nicht am günstigsten Preis messen. Wer A sagt, sollte auch B kaufen.

Die Wohlstandsgesellschaft bringt es mit sich. Wir haben immer alles, und das sofort.
Die vielzitierten Erdbeeren im Winter.
Den kuscheligen, spottbilligen „Onesie“ aus China. 
Das Karree um 2,99 das Kilo.
Meterlange Listen ließen sich hier fortsetzen.

Gleichzeitig ist uns aber nicht wohl dabei.
Wir kritisieren Kritikwürdiges schnell, dauerhaft und heftig, solange es nicht unmittelbar unsere eigene Lebenswelt betrifft. Letzteres lässt die Wahrnehmung schnell umdrehen.
Beispiele gefällig?

Freitags beim Fernsehen:
Wahnsinn! Die füttern Antibiotika? Was sind denn das für Gauner, die Bauern! Und wir gehen dann an resistenten Keimen ein, oder was?

Samstags beim Einkaufen:
…Das Schnitzel, 3,49 das Kilo. Chicken-Nuggets
mhhh, lecker, die nehmen wir mit, so ein Schnäppchen!
…Grillfleisch gemischt, mariniert, im  Sonderangebot…,
Schatz, grillen wir morgen?

Neulich beim abendlichen Philosopieren:
Das ist schon unglaublich, oder? Die meisten Kühe kommen ihr ganzes Leben nicht auf eine Weide. Also wenn du mich fragst, gehört das verboten, aber sofort!

am folgenden Morgen auf dem Weg zur Arbeit:
Was macht dieser sch… Bauer mit seinen Drecksviechern schon wieder auf der Straße (hupt wiederholt, schimpft zum Fenster raus)!
Und überhaupt, der kann mir die Autowäsche zahlen, wenn die ganze Straße verdreckt ist!
Wenn der nochmal die Straße blockiert, zeig ich ihn an.

Gänsemarsch zur Weide © Bio Austria
Gänsemarsch zur Weide © Bio Austria
manchmal wird`s auch ein größerer Verkehrsweg sein, der überquert werden muss!

WhatsApp Nachricht auf dem iPhone:
Bringst du bitte vom Supermarkt noch zwei Liter Milch mit, wenn du nach Hause kommst?
Die um 79 Cent, steht gleich da bei diesen Müller-Milch Sachen!

Mit der Lebensweise, die diese nicht ganz frei erfundenen Gegebenheiten aus unserem Alltagsleben widerspiegeln, drehen wir permanent an einer Abwärtsspirale aus Qualitätsverlust, Naturausbeutung, maßloser Energieverschwendung und letztlich tausendfachem Zusperren von landwirtschaftlichen Betrieben.

Keine Regierung, kein Gesetz kann das stoppen.
Ändern können sich die Dinge durch vieltausendfachen Griff ins richtige Regal.
Der Käufer – der Konsument hat die Macht. Er/sie sollte sie nutzen.

Wer will, dass die Welt bleibt wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt!

Wenn wir wollen, dass die Welt bleibt, wie wir sie kennen und lieben, werden wir nicht umhin kommen, unser wirtschaftliches, politisches und persönliches Handeln rasch und nachhaltig zu ändern. In nahezu allen Lebensbereichen.

Markus Danner

Bodenpraktiker Grünland – Der ultimative Lehrgang für potenzielle Bio-Profis

Wer Bio-Wiesen und Bio-Weiden erfolgreich und dauerhaft bewirtschaften will, kommt fast nicht vorbei, am
Bodenpraktiker Grünland – Der ultimative Lehrgang für potenzielle Bio-Profis!

Als Absolvent dieses Lehrganges kannst du die Pflanzengesellschaften auf deinem Grünland bestimmen. Du kannst Förderungswürdiges von Unerwünschtem unterscheiden.

Du kennst die natürlichen Standorte deines Betriebes.
Dadurch kannst du deinen verschiedenen Böden und Feldstücken die geeignetsten Wiesen- oder Weidenutzungen zuordnen.
Dadurch bist du in der Lage, die Bewirtschaftung deines Betriebes auf Grundlage der natürlichen Gegebenheiten und der vorhandenen Düngermengen zu planen und standortgerecht  umzusetzen.

Du hast KollegInnen um dich, mit denen du dich austauschst, und von denen du viele Eindrücke und Erkenntnisse mit nach Hause nimmst!

Inhalte:

Bodenfruchtbarkeit; Umgang mit Wirtschaftsdüngern, Bodenanalysen, abgestufte Grünlandnutzung
Pflanzenbestimmung; Wiesen- und Weidemanagement, Bestandeslenkung  und einiges mehr!

Interesse?
Frag jetzt gleich nach bei BIO AUSTRIA in deinem Bundesland!


Bodenpraktiker Grünland – der Lehrgang

Der Bio-Acker und das Beikraut

Im Biologischen Landbau ist das Bestreben nach beikrautfreien Beständen zweitrangig. Ziel der Regulierungsmaßnahmen ist es, die Beikräuter so unter Kontrolle zu halten, dass sie die Produktion möglichst wenig beeinflussen. Die Pflege- und Erntemaßnahmen sollen nicht gestört werden, die Konkurrenz um Licht und Nährstoff sich in Grenzen halten.

Deswegen spricht man im Biolandbau von Beikrautregulierung statt von Beikrautbekämpfung oder –vernichtung.

Kartoffel mit Nachbarkulturen © Markus Danner
Kartoffel mit Nachbarkulturen © Markus Danner

Entwickeln sich Kulturen gut, halten sie den Beikrautdruck in Schach!

Bio-Acker und Beikraut: Einige Fakten

  • Pro Quadratmeter Boden können bis zu 200.000 Samen vorrätig sein.
  • Insgesamt gibt es ca. 250 „Beikrautarten“ in Österreich.
  • Pro Betrieb kommen je nach Region und Standort ca. 20 bis 70 verschiedene Arten vor.
  • Durch den Herbizideinsatz wurden einige tolerante Beikräuter selektiert und konnten sich dadurch stärker vermehren (Ragweed).
  • Anfang der 70er Jahre traten die ersten herbizidresistenten Arten auf, heute sind es weltweit über hundert Beikrautarten. Triazinresistente Arten sind z.B. Amarant, Gänsefuß, Melde und Vogelmiere.
  • 40 – 90% der Pflanzenschutzmittel können verdunsten und abdriften. Dadurch sind heute auch entferntest liegende Gebiete, wie Bergspitzen und Polargebiete, pestizidbelastet.

Schaden durch Beikräuter:

  • Konkurrenz zu Kulturpflanzen (um Wasser, Licht, Nährstoffe und Platz)
  • Bodenbearbeitung, Pflege und Ernte sind erschwert
  • Beikräuter können Zwischenwirt für Pflanzenkrankheiten sein
  • Beikrautbestand kann günstiges Mikroklima für Pflanzenkrankheiten schaffen
  • Beikrautsamen im Erntegut können zur Aberkennung von Saatgut führen

Positive Eigenschaften von Beikräutern:

  • Bodenbedeckung und Erosionsschutz
  • Verbesserung der Bodenstruktur durch Lebendverbauung und Schattengare
  • Aufschließen von Nährstoffen und Binden von Nährstoffüberschüssen
  • Nahrung für Mikroorganismen nach Absterben
  • Zeigerpflanzen für Bodeneigenschaften
  • Lebensraum und Nahrung für Nützlinge

Robert Schneider

Gefeierte Biolandwirtschaft

So feiern wir Biolandwirtschaft in Salzburg!
Kulinarik: Bio- Slow-, Fast- und Special-Food auf einem Platz!

Kultur, Unterhaltung, Artistik, Action für Kinder und Große,
Traumwetter inclusive!
Biobauern, -Bäuerinnen und Bio-Partner, die mit BIO AUSTRIA Salzburg die Biolandwirtschaft der Öffentlichkeit präsentieren:
Gefeierte Biolandwirtschaft auf dem Salzburger Kapitelplatz im Oktober 2019

Das Salzburger Biofest 2019 als Videoclip

Das Salzburger Biofest 2019 in Bildern

  • Jugend der Zirkusschule Imago © Markus Danner
  • Spaß im Heu © Markus Danner
  • Info zum Biolandbau © Markus Danner
  • Modeschau der Mode-Schülerinnen © Markus Danner
  • Biobrot vom Handwerk © Markus Danner
  • Koch- unbd Essenstipps vom Profi © Markus Danner
  • hoher Wohlfühlfaktor © Markus Danner
  • feinste Leckereien vom Rosencafé © Markus Danner
  • feinste Leckereien vom Rosencafé © Markus Danner
  • Spezialitäten an jeder Ecke des Kapitelplatzes © Markus Danner
  • Kontrollrundgang etwas anders © Markus Danner
  • Demeter Küche © Markus Danner
  • Kultur von und für Groß und Klein © Markus Danner
  • jazziges © Markus Danner
  • die Besten! © Markus Danner
  • hoch hinaus in Traumkulisse © Markus Danner
  • © Markus Danner
  • 2 Tage Kinderschminken © Markus Danner
  • Bio goes Asia ©( Markus Danner
  • Bio und Fair im Kaffeehaus © Markus Danner
  • Kaffeehausfeeling im EZA Weltcafe © Markus Danner
  • Jugend der Zirkusschule Imago © Markus Danner

Genialer Biokäse aus Hofkäserei

In Kleinarl/Wagrain gibt es seit kurzem Biokäse nach BIO AUSTRIA Standard von einer Biobauerninitiative dreier innovativer Biobauern.

Die Wertschöpfung und den Arbeitsplatz zuhause in der Region halten, dazu herrliche Bioprodukte der Betriebe vor Ort für die Menschen vor Ort anzubieten, war die Idee, die Vision der drei jungen Biobauernfamilien.

Aus der Idee wurde die Hofkäserei auf dem Hirschleitenhof, auf dem Käse und Milchprodukte unter der Marke “Bio aus dem Tal” produziert und vermarktet werden.

Die Kostprobe überzeugt – hier ist etwas gelungen!
Hier entsteht genialer Biokäse aus einer Hofkäserei.

hier geht’s zu bioausdemtal.at

Aronia – Powerbeere aus dem Lungau

Die Aronia – Powerbeere aus dem Lungau wächst auf über 1150 m Seehöhe in einer der sonnenreichsten Gegenden Österreichs im Biosphären Park Lungau, weit weg von stark befahrenen Straßen. Die Beerenkulturen werden mit der Hand gejätet und mechanisch bearbeitet. Die Aronia-Produkte vom Zehnerhof stammen ausschließlich von Beeren der eigenen Kulturen und werden am eigenen Betrieb schonend zu Saft, getrockneten Beeren und  Aroniapulver verarbeitet.

Die Kultur auf dem Feld ist absolut außergewöhnlich in ihrer Erscheinung. Im Herbst, nach dem ersten Frost, wird die Beerenplantage zu einem feuerroten Augenschmaus, der seinesgleichen in der Landschaft sucht.

Aronia – die Powerbeere aus dem Lungau

Die Aronia ist eine wunderbare Abwechslung als Kultur, als Betriebszweig einer Bio-Landwirtschaft im Salzburger Innergebirg und als regionales Bio-Produkt.

Der Aronia mit ihren hohen Konzentrationen an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und bioaktiven Substanzen werden zahlreiche Fitmacherwirkungen für Geist und Körper zugeschrieben.

Je nach persönlichem Geschmack pur oder mit anderen Säften gemischt ist Aroniasaft ein exzellenter Frischmacher.

www.zehnerhof.at

  • Aroniaprodukte aus dem Lungau © Markus Danner
  • Aroniaernte auf dem Zehnerhof © Markus Danner
  • erntereife Aroniakultur im Lungau © Markus Danner
  • feuerroter Aroniastrauch mit reifen Beeren © Markus Danner

Ökologischer Zuchtwert für Bio-Betriebe

Die Bio Milchviehhaltung unterscheidet sich grundlegend von der konventionellen Art und Weise. Unterschiedliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen verlangen eine andere Zielsetzung in der Milchproduktion. 
Der ökologische Zuchtwert für Bio-Betriebe hilft mit, die züchterische Ausrichtung mit diesen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen.

So erfordert eine wirtschaftliche Bio-Milchviehhaltung eine lange Nutzungsdauer bei guter Grundfutterlebensleistung. Sehr hohe Tagesleistungen können unter Bio-Bedingungen nicht erfüttert werden und sind auch aufgrund der Kraftfutterpreise nicht wirtschaftlich. Daraus ergeben sich Leistungsgrenzen. Die wirtschaftliche Bedeutung der Milchleistungsmerkmale ist daher geringer als in der konventionellen Milchviehhaltung. Eine ausgewogene Körper- und Leistungsentwicklung ist, im Gegensatz zu „Sprinterkühen“ bzw. frühreifen Typen, anzustreben. Eine hohe Stoffwechselstabilität, gute Fruchtbarkeitsergebnisse, flache Laktationskurven und gesunde Euter und Klauen sind besonders wichtig.

Rahmengrößen von Kühen © Promegger
Welche Kuh passt auf meinen Betrieb?
Rahmengrößen von Kühen © Promegger

Diese Unterschiede zwischen biologisch und konventioneller Milchviehwirtschaft erfordern eine Differenzierung im Bereich der Zuchtprogramme. Um hier Landwirten Unterstützung zu bieten, wurde durch intensive deutsch-österreichische Zusammenarbeit zwischen Bio-Verbänden, Zuchtorganisationen, Besamungsstationen und Bio-Forschung der Ökologische Gesamtzuchtwert aufgebaut. 

Ökologischer Zuchtwert

Ein Gesamtzuchtwert dient vielfach als erstes wichtiges Vorselektionskriterium am Milchviehbetrieb. Dieser berücksichtigt immer unterschiedliche Teilzuchtwerte für Leistungs-und Fitnessmerkmale. Diese Einzelzuchtwerte werden in Abhängigkeit von den entsprechend genetischen und wirtschaftlichen Parametern gewichtet und zusammen-gefasst. Der ÖZW ist ein Gesamtzuchtwert, der den Zielsetzungen und Rahmenbedingungen der Biologischen Landwirtschaft in besonderer Weise Rechnung trägt. Im Vergleich zum ökonomischen Gesamtzuchtwert (GZW) wird bei einer Zucht nach dem ÖZW ein deutlicherer Zuchtfortschritt im Fitnessbereich angestrebt und erreicht.

Wo finde Ich ÖZW-Infos?

Dreimal jährlich erfolgt in Bayern die Berechnung der aktuellen ÖZW-Zuchtwerte für alle verfügbaren Braunvieh-, Fleckvieh- und Gelbviehstiere aus Deutschland und Österreich. Im Anschluss daran werden von der LfL Bayern die Stier-Empfehlungslisten aktualisiert. In Österreich findet man die Listen auf der Homepage des Bio Institutes der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Diese sind mit der ZAR-Zuchtwertdatenbank tierindividuell verlinkt, sodass die Züchter auch die weiteren Zuchtwerte (Einzelzuchtwerte, Exterieur etc.) sowie Abstammungsdaten einfach einsehen können. Auch wird der ÖZW von diversen Besamungsstationen angegeben. 

Empfehlung für die Praxis

Stiere auswählen 

Jeder Milchviehhalter sollte zumindest einmal jährlich zwei bis fünf Zuchtstiere (je nach Betriebsgröße) mit denen der Großteil der Herde belegt werden soll, nach strengen Kriterien auswählen. Für jede Kuh und zu belegende Kalbin wird ein Anpaarungsplan erstellt. Dabei werden Merkmale, die verbessert werden sollen, bei der Stierzuteilung berücksichtigt. Die Summe der mit den Wunschstieren zu belegenden Tiere, multipliziert mit dem Besamungsindex, ergibt etwa die jährliche Anzahl der notwendigen Samenportionen

Samen bestellen

Nicht jeder der ausgewählten Stiere wird auch von der lokalen Besamungsstation direkt vertrieben. Diese ist jedoch verpflichtet, sofern der gewünschte Samen noch verfügbar ist, den gewünschten Stier gegen Abgeltung der Unkosten zu liefern (EU-Bestimmung). Auch aus Aufwandsgründen ist es daher sinnvoll größere Mengen zu bestellen. Die bestellten Samenportionen werden beim Tierarzt, Besamungstechniker oder im Hofbehälter sortiert eingelagert und stehen zur Belegung der Tiere zur Verfügung. Eine zeitgerechte Bestellung ist speziell bei Sonderwünschen notwendig.

Bild: Stierkatalog Klessheim 
„Im Stierkatalog der Besamung Klessheim befindet sich der ÖZW im Feld Fitness“

Detaillierte Informationen zum ÖZW und den daraus bestehenden Teilwerten findet man in der ÖAG Broschüre „Ökologischer Gesamtzuchtwert für Bio-Milchviehbetriebe“. Erhältlich unter www.gruenland-viehwirtschaft.at oder im BIO AUSTRIA Büro.  

Quellen: ÖAG Broschüre „Ökologischer Gesamtzuchtwert für Bio-Milchviehbetriebe“
www.lfl.bayern.de

BioLa Neu – BIO modern präsentiert

Die Info-Seite zum Biolandbau in neuem Kleid

Nach 6 oder 7 Jahren bekommen Online-Auftritte einen langen, weißen Bart. Ein Relaunch ist unausweichlich.
Darum haben wir unsere Wissensseite zum Biolandbau, biola.at, neu gestaltet, neu konzipiert und sind überzeugt, so können wir BIO modern präsentieren.

Dabei sind wir einen anderen Weg gegangen als mit der Vorgänger-Seite. Sie wurde damals mit Fördergeldern kreiert. Als die Mittel versiegten, war die Frage, was nun? Wer kümmert sich jetzt drum?
Durch diesen Umstand wären die mühsam von mehreren Autoren zusammengetragenen Inhalte fast verloren gegangen.

Für die aktuelle Seite stand unser letztlich gelungenes Bemühen, eine Handvoll Partner ins Boot zu holen, die durch ihre Unterstützung den Relaunch und laufenden Betrieb dieser Seite ermöglichen.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen sehr herzlich für das Engagement bedanken!
Sie alle haben direkt oder indirekt mit Biolandbau zu tun. Es handelt sich dadurch bei ihren Auftritten hier nicht um schnöde Werbung, sondern konkret um Angebote für BIO-, Fairness- und Umweltinteressierte!
Unsere Partner sind im Durchlaufbanner am Fuß jeder Seite zu finden.

Die Intention der Seite ist es, Biobauern oder solchen, die es werden wollen, Konsumentinnen und all jenen in der Gesellschaft, die sich für die Grundlagen des irdischen Seins, für ihre Umwelt und ihre Ernährung interessieren, kompakte Informationen auf fachlicher und nicht-fachlicher Ebene zur Verfügung zu stellen.

Um Interessensgebiete einzugrenzen, sind über die Menüs entsprechende Filter gesetzt. So findest du die Beiträge deines Interesses!

Du kannst dich ebenso fachlich über verschiedene Zweige der Biolandwirtschaft und Bio-Tierhaltung informieren wie einen Überblick über globale Zusammenhänge verschaffen u.v.m.

Aber es bedarf keiner Gebrauchsanleitung – einfach der Nase nach!

Wir werden inhaltlich am Ball bleiben und euch laufend und aktuell mit BIO Betreffendes versorgen.
Dabei wird der Anspruch sein und bleiben, “Aufs Ganze zu schauen.”
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Viel Spaß als Power-User von biola.at und den verknüpften Sozialen Medien!

Markus Danner